Erfolgreich kommunizieren in Clubhouse, Zoom und Webinar – durch Beziehungsaufbau

„Willkommen auf der Bühne bei uns, Antje. Erzähl mal, wer bist du, und was möchtest du zum Thema beitragen?“ Mein erster Clubhouse Auftritt war legendär professionell – NICHT. Mir ging die PUmpe, ich redete mehr als sonst und kam erstmal nicht so recht auf den Punkt. Ich schaute auf Mini Bildchen, die weder mit Mimik, noch mit der Stimme reagierten. „Wie wirkt das eigentlich auf die?“ Hab ich mich gefragt. Mittlerweile fällt es mir auch auf Clubhouse leichter. Ich nutze meine Stimme bewusst, um dort Beziehung aufzubauen. Genau wie in anderen Online Settings. Warum das wichtig ist und wie auch du das schaffst, liest du hier.

 

Clubhouse ist die neue Audio only App. Ein Riesen Hype. Menschen Sprechen live miteinander, ohne sich zu sehen. Moderatoren bereiten ein Thema (meist) vor und regulieren das Gespräch – mal besser, mal schlechter. Das Bedürfnis nach Beziehung ist riesig, kein Wunder in der aktuellen Situation. 

Andere Audio Apps wie Anchor funktionieren ähnlich.

Gemeinsam ist ihnen, dass die Sprecher das Gegenüber nicht sehen. Wichtige Infos wie Mimik, Körperreaktionen, Körpersprache bleiben als Feedback aus. 

Im übrigen genauso in Webinaren, Telefonkonferenzen, Meetings ohne Kamera und selbst mit Kamera ist das Gegenüber nur zweidimensional und im Ausschnitt sichtbar.

Dabei wissen wir – auch durch hervorragende Körperspracheexperten wie Stefan Verra www.stefanverra.com, dass wir Menschen auf die Körpersignale noch vor dem gesprochenen Wort reagieren.

Kleiner Exkurs: Daher sind wir auch irritiert, wenn das Gesagte und die Körpersprache nicht kongruent sind, sprich: nicht zusammen passen. Dann wirkt der Sprecher oder die Sprecherin unglaubwürdig. Diese Info entfällt. kann gut oder schlecht sein …

Und gerade Frauen sabotieren ihre Aussagen durch eine verniedlichende Körpersprache mit der Botschaft: tu mir nichts, ich bin ein liebes Mädchen. Das allein ist Stoff für einen anderen Artikel.

Zurück zum Thema. Wenn wir sprechen und das Gegenüber nicht sehen, wie das auch bei Webinaren, bei online Meetings mit ausgeschalteter Kamera und im guten alten Telefonat, dann verändert das die Kommunikation ganz entscheidend.

Was macht das Sprechen in die virtuelle Leere mit uns?

Was macht das Sprechen in die virtuelle Leere mit uns? Gibt es DOS and Donts? Tips für den “Erfolg”? Funktioniert das besser oder schlechter, und: Macht es einen Unterschied, ob du der führende oder der zuhörende Part bist? Müssen wir vielleicht sogar eine erweiterte Kommunikationskultur erlernen? Wie kann die aussehen? Welchen Anteil hat der Klang der Stimme, und: lohnt es sich, oder ist es vielleicht sogar hilfreich für dich, wenn du dich einmal bewusst mit Stimme, Sprechweise und Kommunikation beschäftigst?

Kommunikation stressiger versus entspannter

Für den führenden Part kann der Stress steigen, weil er/sie Reaktionen nicht sieht. Wir Menschen brauchen Reaktionen, damit wir scannen können: es ist alles gut, oder eben: Gefahr! Fight or Flight? Deswegen empfiehlt Körpersprache Papst Stefan Verra auch: Reaktionen zeigen bitte! Und Carl Rogers spricht von „ aktivem Zuhören“.

 

In unserer Clubhouse Veranstaltung, in der ich Mitmoderatorin bin – Evas Stimmcafe – mit Eva Loschky (www.evaloschky.de) haben wir aber auch Stimmen, die sagen:“ für mich ist es entspannter. Ich kann mich mehr auf mich konzentrieren und das, was ich sagen möchte. Sichtbare Reaktionen irritieren mich oft und können mich stressen.“

 

Evas Stimmcafe immer Samstag 18 Uhr. Mit Eva Loschky, Antje Langnickel, Christine Puciata und Susanne Hauf. Auf Clubhouse. 

Hast du das für dich schon mal reflektiert, wie es dir geht? Schreib es mir gerne!

Es geht um Beziehungsaufbau!

Meine persönliche Erfahrung ist: Es braucht Aufbau von Beziehung. In der virtuellen Welt genau wie in der echten. Das ist ja sowieso ein großes Thema, an dem wir alle noch viel arbeiten dürfen. In einem Dauerlockdown ist dieses Bedürfnis verständlicherweise noch größer! 

 

Beziehung bauen wir durch gelungene Kommunikation auf.

 

Wenn wir wirklich kommunizieren wollen, und dazu gehört eben auch, die Reaktion meines Gegenübers wahrzunehmen und einzubeziehen, auch wenn sie mich vielleicht zunächst irritiert, meine eigenen Themen triggert oder ich sie zunächst nicht verstehe. Dann darf ich nachfragen. 

 

Für die Zuhörer ist alles natürlich entspannt. Wir kennen es alle: man sieht uns ja nicht. Wir fühlen uns geschützt, holen mal was zu trinken, gehen aufs Klo während des Webinars,  kochen während wir in Clubhouse reinhören, … und sind dadurch unaufmerksamer. 

 

Das wiederum beeinflusst die Kommunikation. Machen wir während des Webinars etwas anderes, stellen wir vielleicht Fragen, die nicht hätten sein müssen. Weil wir unaufmerksam waren. Das sendet dem Redner aber wiederum ein Signal. Je nach Persönlichkeit ist er möglicherweise irritiert. Bezieht es auf seine Erklärungen, die möglicherweise unklar waren.

 

In Clubhouse beobachte ich es häufig. Das Gespräch wird nicht gut aufgegriffen. Mag vielleicht auch am drop in liegen. Dass du kommen und gehen kannst, wann du willst.

 

Durch achtsames Sprechen jedoch kannst du eine Atmosphäre schaffen, der sich nur wenige entziehen. Und das geht über den Klang deiner Stimme, dein Sprechtempo, deine innere Haltung.

Beziehung baust du durch deine Stimme auf

Was macht in diesen Kontexten der Klang unsere Stimme aus? Wie wichtig ist er? Wie steht es mit der Sprechweise?

 

Das wird noch entscheidender, eben weil Zusatzinformationen fehlen. Man sieht die Geste nicht, die das Gesagte illustriert.

 

Insgesamt sind wir unaufmerksamer. Das bedeutet: spricht der Redner/ die Rednerin 

 

  • Ohne Punkt und Komma
  • Mit vielen Ähs und Füllwörtern
  • Monoton herunterrasselnd
  • Abgehackt und stotternd

 

erreicht er sein Gegenüber nur schwer. Die Botschaften bleiben nicht hängen. Da machen wir im Zoom Meeting auch mal die Kamera aus- „sorry, schlechtes Netz“ – um Mails zu checken, zu recherchieren…

 

Plus: einer kratzigen, einer dünnen oder auch angestrengten Stimme hören Menschen nicht gerne zu. Sie schalten ab. Geht dir das auch so, dass du manche Stimme schlecht aushalten kannst,?

 

Du nickst, oder? Wissen wir alle, oder?

 

Warum aber stellen wir’s dann nicht ab? Und möglicherweise redest auch du so. Und ich vielleicht auch?

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Kommunikation: Beginne, achtsam zu werden und baue Beziehung auf

Antwort: weil die meisten Menschen – und möglicherweise auch ich oder du  – sich nicht bewusst sind, WIE sie Sprechen. Wie ihr Art, mit Stimme und Sprache umzugehen, auf ihr Gegenüber wirkt. Ok, ich weiß das von mir schon. Ich habe mich aufgenommen, reflektiert, mich seit 16 Jahren aktiv und professionell mit meiner Stimme beschäftigt, das ist ja auch meine Expertise.

 

In einer Welt, in der Audio und Onlineformate weiter zunehmen, könnte die Chance für dich und deinen privaten und beruflichen Erfolg darin bestehen, dich bewusst mit deiner Stimme und deiner Art zu Sprechen auseinanderzusetzen. Achtsam zu werden.Darüber echte Beziehung zu deinem Gegenüber aufzubauen.

 

Deine Zuhörer werden es dir danken und bemerken, wenn sie plötzlich nicht mehr mit Ähs, Stottern, quasi und sozusagen zugetextet werden. Sondern wenn du sie durch

 

  • Klangvolles
  • Strukturiertes
  • Klares 

 

Sprechen auf angenehme Art mit Informationen versorgst. Dann baust du nämlich Bezihung auf. Man hört dir gerne zu und tauscht sich mit dir aus.

 

Es zeugt doch auch von Wertschätzung einander gegenüber, wenn wir uns nicht zutexten und dann letztlich dreimal dasselbe sagen, viele Worte brauchen, nicht auf den Punkt kommen. In einer Zeit, in der wir alle immer mehr mit Infos geflutet werden, wäre das Raubbau mit den Energien. Mir scheint auch das viele „texten“ ein Bedürfnis nach Beziehungsaufbau zu sein. Also gehen wirs an. Nur in schön.

 

Ich kann dir versichern, dass es den Menschen auffallen wird, dass du achtsam und bewusst mit Stimme und Sprache umgehst. Vielleicht können sie nicht genau festmachen, was da anders ist, aber sie spüren, dass da was anders ist.

 

Plus: du selbst wirst spüren, dass du strukturierter bleibst. Es wird dich weniger Energie kosten, die Botschaft rüber zu bringen. Du wirst spüren, wie die Sympathie deiner Zuhörer wächst. Das Gespräch selbst viel leichter läuft.

 

Auch du gehst so verantwortungsvoll mit deinen Kräften um, statt deine Worte unter vielen Ähs, sozusagens und quasis zu verschleudern und ihre Wirkung obendrein noch abzuschwächen.

So kommunizierst du online erfolgreich - ob Zoom, Webinar, Clubhouse...

Einige Do‘s and dont´s, die dir die Kommunikation in der virtuellen Welt erleichtern können und dir die Herzen öffnen

Die Kommunikationfoschung hat herausgefunden, dass wir nur Phrasen von 7-maximal 14 Wörtern gut aufnehmen können. Sind sie kürzer, kein Problem. Dauerhaft länger: Du verlierst deine Zuhörer. Die Kommunikation wird zäh.

Wir üben die Pausen im Stimmtraining ganz körperlich. Es sind nämlich für dich als SprecherIn Momente der Entspannung. Wir üben, den Bauch sanft loszulassen. Einen Moment zurück zu uns zu kommen. Der Körper ergänzt die beim Sprechen verbrauchte Luft. Wie eine Pumpe. Weiterer Vorteil: die Stimme funktioniert durch dieses Wechselspiel Sprechen = Spannung aufbauen und Nicht Sprechen = Spannung loslassen mühelos Stunden lang. Selbst unter Stress.

In meinem Kurs Wake the Speaker- Start 20.4. 18 Uhr  ist diese Form der Atmung und Kommunikation das Herzstück. Du kannst es dort erlernen und zukünftig strukturierter, klangvoller und wertschätzender Sprechen und Kommunizieren. Hier findest du weitere Infos und kannst dir einen Platz buchen.

Auch dafür gibt es Übungen. Oft kriegen Menschen die Zähne nicht auseinander. Oder bewegen die Lippen nicht. Oder die Zunge ist ein bisschen lahm. Das passiert nicht, weil sie dumm sind. Sondern weil wir alle viel Stress haben und gerade der Mundbereich eine Möglichkeit, den Druck abzubauen. Also kauen wir auf der Lippe. Knirschen nachts. Pressen die Zunge an den Gaumen ( spür mal grad, wo liegt deine? Und drückst du vielleicht auch gerade die Zähne gegeneinander?). Der stimmlichen Präsenz tut das alles andere als gut. Wir sind im Mund verspannt. Klartext braucht aber Beweglichkeit von Zunge, Lippen und Kiefer.

 

Die Kunst ist also, Lockerheit und zugleich Kraft da hinein zu bekommen. Und genau das drückt sich dann in einer flexiblen, beweglichen Stimme aus, der man förmlich an den Lippen hängt.

 

Eine Sache zum Ausprobieren: Die Pleuelübung. Wölbe deine Zungenmitte aus dem Mund, die Spitze fixiert sich hinter deinen unteren Schneidezähnen. Dann machst du die Gegenbewegung: Zungenspitze hoch an den Gaumen, möglichst weit hinter. Schau dir das im Video an.

 

Einige Male achtsam. Spüre dann mal in Mund und Hals. Was hat sich verändert?

 

Im Video zeige ich dir das.

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Alternativ kannst du auch diesen Link benutzen, der dich direkt zum Video auf die Website des Videoanbieters bringt: https://youtu.be/fwmVEwb2dE8

Bringe deinem Gegenüber Wertschätzung entgegen. Öffne dich. Du musst die Meinung nicht teilen, aber stehen lassen können. Frage nach. Wiederhole, was du verstanden hast, bevor du deine Antwort gibst.

Dies ist zwar keine rein stimmliche Geschichte, aber wer Stimme ernst nimmt, wird spüren, dass Stimme, Körpersprache und Kommunikation untrennbar miteinander verbunden sind. Auch hier üben wir das im Stimmtraining über den Körper. Über eine offene, entspannte Körperposition. Mit bewusst entspanntem Bauch und Beckenboden. 

Versuche das ruhig mal im nächsten Gespräch. Bauch entspannen beim Zuhören.

Auch das im Programm: Wake the Speaker!

Signalisiere dem Gegenüber durch Nicken, Gesten oder auch durch Chat, Emoji oder – bei Clubhose möglich und als Applaus genutzt- mehrfaches an und ausschalten deines Mikros: ich höre dir zu . Ich kann dir folgen.

 

Ich bin hochgradig irritiert, wenn ich Zoom-Teilnehmer sehe, die eine halbe Stunde keine Miene verziehen. Dann frag ich mich nämlich: ist das Bild drüben eingefroren?

 

Nutze alle nonverbalen Feedback Möglichkeiten um Beziehung herzustellen.

 

Alles in allem geht es nicht um Techniken. Es geht um eine innere Haltung zu dir selbst, um Kontakt zu deiner Stimme und deinem Körper, und um eine innere Haltung zu deinem Gegenüber.

Wenn es dir gelingt, echte Beziehungen aufzubauen, besonders im virtuellen Raum, bist du, wie man so schön sagt , privat und beruflich erfolgreich. Kommunikation und Projekte gelingen.

Und deine Stimme plus deine Sprechweise leisten hier einen entscheidenden Beitrag. Setze deine Stimme also achtsam und bewusst ein. 

Und wenn du dazu Fragen hast, schreib mir gerne, oder buche dir ein unverbindliches Beratungsgespräch.

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Atemtyparbeit

nach Renate Schulze Schindler und Romeo Alavi Kia.

Eine wunderbare Ressource wenn es um Höchstleistung und absolute Stabilität in stimmlichen Stress-Situationen geht. Ich habe dieses Thema zutiefst durchdrungen und lebe es selbst in meinem täglichen Stimmleben und auf der Bühne. Ich kenne nichts, das besser funktioniert und ich zeige es dir gerne.